Würd ich nicht machen, aber sobald es dann erschienen ist, gern einen Hinweis.
Posts by sig
-
-
Am Dienstag erscheint übrigens ein Interview mit "Sigmund Zelt" zum Thema im "Kicker".
-
Mein Standpunkt dazu ist: Ich habe grundsätzlich gar nichts dagegen, wenn die DFL-Versammlung ein Brainstorming veranlasste, wie die 50+1-Regel wasserdichter gemacht werden könne, zumal es gerade die Ausnahmefälle sind, die die Regel angreifbar machen. Nur scheint es aktuell leider ganz anders zu sein, denn es gibt nur einen Anlass zu dem Tagesordnungspunkt, und das ist der Unwille von Herrn Kind, sich mit der Tatsache des Scheiterns seines Antrages zu arrangieren.
Genau daraus erwächst das Misstrauen der Fanszenen hinsichtlich der Richtung, die die Diskussion am 22. März nehmen könnte. Die von uns mitgezeichnete Erklärung mag für das WS und andere zu eng gefasst sein, letztlich aber ist es eine deutliche Demonstration des Willens großer Teile der Fanszenen, die Machtverhältnisse im Profifußball nicht noch weiter zu Gunsten von Investoren und zu Lasten der Vereine und ihrer Mitglieder zu ändern. Und ich denke, eine solche deutliche, von sehr Vielen getragene Forderung ist sehr hilfreich, denjenigen Vereinsvertretern und Leuten in der Liga den Rücken zu stärken, die dafür einstehen.
Gäbe es in diesem Sinne etwas Besseres als 50+1, wäre ich sofort dabei. Nur leider hat es noch niemand geschafft, einen mindestens ebenso guten alternativen Vorschlag auf den Tisch zu legen.
-
Heute wurde ein Offener Brief an die DFL und ihre angeschlossenen Vereine und den DFB veröffentlicht. Der Eiserne V.I.R.U.S. gehört zu den knapp über 1000 Erstunterzeichnern. Fanclubs und -gruppen haben die Möglichkeit, sich dem anzuschließen. Weiteres dazu am Samstag im Programmheft.
Links:
Nachricht auf www.faszination-fankurve.de
Website der Initiative 50plus1bleibt -
10 Jahre später
... Wahnsinn !Jaaa, ein Urteil noch zu Lebzeiten der beiden! Manchmal entwickelt die Justiz doch eine geradezu schwindelerregende Eile...

-
(Pressemitteilung von ProFans, 10. 11. 2017)
Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR):
Menschenrechte von Fußballfans in Deutschland verletztZwei Fußballfans hatten im Jahr 2007 nach einem Einsatz der Münchner Polizei Anzeige gegen unbekannte Einsatzkräfte erstattet, die sie mit Schlagstöcken und Pfefferspray angegriffen hatten. Obwohl festgestellt wurde, dass die Vorwürfe zutrafen, wurde das Ermittlungsverfahren schließlich eingestellt, weil die betreffenden Personen nicht identifiziert werden konnten. Die beiden Fußballfans wandten sich daraufhin an den EGMR, weil die Münchner Polizei nur unzureichend gegen ihre eigenen Kolleginnen und Kollegen ermittelt hatte. Das Verfahren wurde unter anderem vom Fanrechtefonds finanziell unterstützt.
Nunmehr stellte der Gerichtshof fest, dass die Rechte der Klagenden verletzt wurden. Die Gründe gehen jedoch weit über den Einzelfall hinaus. Konkret bemängelt die Jury, dass die maskierten Täterinnen oder Täter unter den Polizeieinsatzkräften nicht identifizierbar waren, weil eine individuelle Kennzeichnung fehlte. Dies führe faktisch zu einer Straflosigkeit bei Rechtsverletzungen durch die Polizei. Bei den Ermittlungen war versäumt worden, die eingesetzten Kräfte zu vernehmen; Videomaterial war abhanden gekommen – für den Gerichtshof Beleg für die fehlende Unabhängigkeit der Ermittlungen, denn für das Material war diejenige Einheit verantwortlich, gegen die sich die Vorwürfe richteten.
„Auch heute, zehn Jahre nach jenem Einsatz, bestehen genau diese Mängel bei der deutschen Polizei weitgehend weiter“, kritisiert ProFans-Sprecherin Gloria Holborn und schlussfolgert: „Der Staat ist nun gefordert, die Unabhängigkeit und Effizienz bei Ermittlungen gegen Polizeibedienstete sicherzustellen sowie die Identifizierbarkeit zu gewährleisten.“ Pressesprecher Sig Zelt ergänzt: „Bürgerrechts- wie auch Fanorganisationen fordern dies schon seit Langem. Es ist zu hoffen, dass die Bundesrepublik Deutschland und die Länder nun endlich die überfälligen Konsequenzen ziehen, um die Menschenrechte hierzulande zu wahren. Polizeieinsätze dürfen keine rechtsfreien Räume sein!“
Den beiden betroffenen Fans wurde neben der Erstattung ihrer Auslagen ein Schmerzensgeld zugesprochen.
-
Die Schmach von Prag und der Umgang damit
Ein Kommentar von ProFans Union BerlinBerlin, den 08. September 2017
Einige Dutzend deutscher Zuschauer haben vor einer Woche während des
Spiels der Fußball-Nationalmannschaft in Prag für einen Eklat gesorgt.
Wie berichtet wurde, waren nazistische und rassistische Parolen zu
hören, die Nationalhymnen und eine Schweigeminute wurden gestört.Das hat nicht das Mindeste mit der Fankultur gemein, die wir und ProFans vertreten.
Wir distanzieren uns nachdrücklich von den Unflätigkeiten und
allen menschenverachtenden Äußerungen. Sport ist ein Medium, das alle
Menschen verbindet. Lebensfreude und Integration sind Leitmotive des
Sports, nicht rassistischer Hass.Gut, dass sich Woche für Woche ein anderes Bild in den deutschen
Fußballstadien zeigt. Gewachsene Fankulturen haben dafür gesorgt, dass
die vor Jahren noch alltägliche Diskriminierung beim Fußball deutlich
geschwunden ist. Gerade auch die Ultrà-Gruppen haben daran ihren Anteil.Für die Nationalmannschaft hingegen glaubt der DFB die Fankultur per
Administration von oben bestimmen zu können. Wo in den Fanszenen der
Vereine glühende Fußballanhängerinnen und -anhänger Verantwortung und
Engagement zeigen, schreibt man sich für die Nationalmannschaft
gezwungenermaßen, um Eintrifttskarten zu bekommen, in ein gemeinsam mit
einem Getränkekonzern geschaffenes Programm des Verbandes ein, genannt:
"Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola". Die Degradierung zum
Kunden erstickt jedes Verantwortungsgefühl. Der eigene Beitrag besteht
nurmehr in der Geldzahlung, nicht etwa in aktiver Mitwirkung. So muss
man auch sehen, dass das überdimensionale Transparent am Montag im
Stuttgarter Neckarstadion, wenngleich es die Intention von Zuschauern
getroffen haben mag, keineswegs eine Äußerung von Fans war, sondern
vielmehr ein Statement des DFB.Umso verstörender wirken die Äußerungen einiger Verbandsfunktionäre.
Reinhard Grindel versteigt sich darein, den tschechischen Gastgebern
eine Teilschuld zu geben, weil sie Karten frei verkauft haben. Die
Ursache rechtsradikaler Ausfälle im freien Kartenverkauf zu suchen, ist
eine geradezu absurde Ablenkung von der eigenen Verantwortung. Der DFB
täte besser daran, eine lebendige Fankultur zu fördern. Dann würden sich
wohl auch im Umkreis der Nationalelf genügend Fans gegen derartige
Tendenzen engagieren, so dass solche Vorkommnisse schließlich nicht mehr
geschehen.Dr. Rainer Koch ist sich nicht zu schade, Ultras mit bengalischen
Lichtern in geistige Nähe nazistischer Grölereien zu setzen. Das in
einen Topf zu werfen, ist entweder demagogisch, oder Herr Dr. Koch hat
von den Verhältnissen in den Fanszenen schlichtweg keine Ahnung. Man
muss sich dabei fragen, wie weit es wirklich mit dem von Herrn Grindel
reklamierten Umdenken ist, wenn doch gleich wieder nach Instrumenten der
Kontrolle und Repression gerufen wird, anstatt sich darüber Gedanken zu
machen, wie man die Köpfe erreicht.Schon im Vorfeld hatte Oliver Bierhoff verbandskritische Fans wie auch
kritische Medien und ebenso staatliche Organe wie etwa die Hessische
Staatsanwaltschaft oder Finanzbehörden zu Angreifern auf die deutsche
Nationalmannschaft erklärt. "Im Grunde genommen basteln sie sich in der
Otto-Fleck-Schneise nach wie vor ihre eigene Welt zurecht, aus der sie
alles aussperren wollen, was da nicht hinein passt", ist der Tenor unter den Union-
Fans, die sich bei ProFans engagieren. Weiter hört man dort
die Meinung: "Es wird dringend Zeit, dass die Herren zurückfinden in die
Realität der Gesellschaft, sonst wird diese komplett an ihnen vorbeilaufen." -
Hier die PM von ProFans von gestern.
Pressemitteilung
ProFans bezieht Stellung zum „Dialog-Angebot“ von DFB-Präsident Reinhard
Grindel
Berlin, den 16.08.2017
Erstaunt haben die ProFans angeschlossen Gruppen die heute vom DFB
veröffentlichte Erklärung seines Präsidenten Herrn Grindel zur Kenntnis genommen.
ProFans stimmt der Aussage zu, wie wichtig die Fankultur mit all ihren sozialen
Werten für den Fußball ist, und dass diese Erkenntnis einen Grund zum Umdenken
gibt.
Die Abkehr von Kollektivstrafen sowie von Bestrafungen auf Grundlage von
Vermutungen ist längst überfällig. Auch die Wahrnehmung demokratischer Rechte in
den Vereinen durch die Fanbasis zählt zur Kultur des Umgangs und zu den sozialen
Werten des Fußballs. Wir haben noch nie verstanden, warum die Vorstellungen von
einem emotionalen und sicheren Stadionerlebnis weit auseinanderliegen sollten. Nun
endlich scheint die DFB-Spitze zu erkennen, dass der von ProFans Anfang 2016 auf
den Tisch gelegte Vorschlag für einen Neuanfang eines Dialogs, der von
Augenhöhe, Ernsthaftigkeit und Konstruktivität geprägt ist, dringend aufgegriffen
gehört.
Der Einladung zur Arbeitsgruppe Fankulturen ist ProFans seither bekanntlich aus
guten Gründen nicht gefolgt:
- In zehn Jahren des Fandialogs seit 2007 wurden nahezu keine Fortschritte im
Sinne der Fankultur erreicht. Hinweise von ProFans-Vertretern über wachsende
Unzufriedenheit und Zuspitzungen der Lage wurden nicht gehört.
- Hingegen haben die Verbände die Aushöhlung der 50+1-Regel hofiert, das Dikat
des Kommerzes vorangetrieben und die Freiräume für Fans immer weiter
beschränkt. Wichtige Entscheidungen wie die über die Einstellung der Gespräche
zum sicheren Pyrotechnik-Einsatz, das Sicherheitspapier 2012 oder mehrere
Verschärfungen der Stadionverbotsrichtlinie wurden vom DFB ohne Beteiligung des
Fandialogs getroffen.
- Die in all den Jahren einzige konstruktive Einigung, nämlich über die Freigabe von
Fanuntensilien, hatte der Vorsitzende der zuständigen DFB-Kommission, Große
Lefert durch eine öffentliche Erklärung entwertet; danach wurde diese Initiative bis
heute praktisch nicht umgesetzt.
- Die angebliche Wertschätzung aktiver Fans und Ultras wurde allzu oft durch
gegenteilige Aussagen wie "Totengräber des Fußballs" ad absurdum geführt.
- Auch die 2016 installierte Arbeitsgruppe Fankulturen hat bis heute lediglich
freundliche Fotos und unverbindliche Erklärungen produziert.
All das hat gezeigt, dass der DFB strukturell zu einem verlässlichen Dialog bislang
nicht in der Lage war; auch nicht nach Übernahme der Federführung der DFL für die
Arbeitsgruppe Fankulturen. Das Bündnis Aktiver Fußballfans hatte sich übrigens
schon weit eher als ProFans von den ergebnislosen Gesprächsrunden
verabschiedet.
Wenn jetzt ein Umdenken eingesetzt hat, begrüßt ProFans ausdrücklich einen
Neuanfang eines Fandialogs, dessen Konstruktivität sich auch in dessen Struktur
zeigt. Dazu gehören für uns die direkte Beteiligung kompetenter
Entscheidungsträger, eine Einbeziehung der Vereine und größtmögliche
Rücksichtnahme auf die ehrenamtlichen Fanvertreter, die ihre ohnehin durch
Wochentagsspiele dezimierten Urlaubstage daransetzen.
Es bedarf dazu einer neuen, höherrangig angebundenen Dialogstruktur, die die
Vereine direkt mit einbezieht. Diese sollte jetzt unverzüglich gemeinsam entwickelt
werden. ProFans bietet dafür die Mitarbeit an. -
Mein Gefühl sagt mir, es bringt immer nicht viel, Reisende aufhalten zu wollen. Aber wir sind da freilich nicht weit genug dran, das wirklich gut beurtreilen zu können...
-
Oh, ich hatte vorübersehen, dass das hier als öffentliches Thema läuft. Dann doch lieber nicht ganz so konkrete Angaben, sondern nur, dass ich am 8. 6. leider nicht dabei sein kann und viel Spaß wünsche, damit so etwas auch bald mal wiederholt wird.

-
Ich kenne da ein VIRUS-Neumitglied, die noch nie im Spreewald war und schon immer mal dahin wollte, was aber vor lauter Fußballterminen nie gepasst hat.

-
Ich glaube, @Ajax hat verstanden...

-
-
Jibbet dich noch!!?!!

-
-
Keine ProFans-Aktion, aber von ProFans unterstützt:
-
Danke, Steffi. Hoffe, wir beide bleiben nicht die einzigen.

-
Die Europäische Fanorganisation Football Supporters Europe (VIRUS ist dort bekanntlich eine der Mitgliedsorganisationen) führt gerade eine Umfrage durch, zum Themenkomplex Reisebeschränkungen, Kollektivstrafen Stadionverbote etc.. Es wäre schön, wenn die eine oder der andere sich beteiligen würde. Hier ist der Link: Zur Umfrage.
Die Umfrage ist bis Ende September 2016 offen.
-
Am Freitag, 20. 5., findet ab 19 Uhr in Berlin eine Veranstaltung zum Start des Crowdfunding für eine alternative ("soziale") Weltmeisterschaft 2018 aus Amateurmannschaften vieler Länder in Deutschland statt. Ich bin gebeten worden, das mitzuteilen, und dem komme ich gern nach. Die Initiatoren haben unlängst ihr Konzept vorgestellt, das natürlich einer gewissen Anschubfinanzierung bedarf.
Zumindest unter den ProFans-Leuten ist das gut angekommen. Wer Zeit hat und neugierig ist, mag vielleicht am Freitag mal vorbeischauen.BAIZ
Kultur- und Schankwirtschaft
Schönhauser Allee 26A
10435 BerlinHier der Link zur Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/943703572413163/Frederico vom Orga-Team schrieb mir noch:
QuoteCa.
von 19:30 bis 21:00 kommen wohl auch ein paar Bandmitglieder der Band
"In Extremo", falls da jmd. Fan von ist und deswegen kommen möchte
Weitere Informationen werden sehr bald folgen.
-
Nachdem sich schon der Fanbeauftragte und auch der Polizeieinsatzleiter aus Fürth für das von uns erhaltene Lob bedankt haben, ging gestern Abend der folgende Brief ein, den ich unkommentiert hier reinstellen möchte:
Quote from Klaus KrieschDisplay MoreLiebe Berliner Sportfreunde des „Eiserner VIRUS e.V“ Sven Mühle und Sig Zelt sowie alle Anhänger des 1. FC Union Berlin,
auch wir Fans der SpVgg Greuther Fürth haben uns über Eure Auszeichnung „JWD-Pokal“ 2014/5 sehr gefreut. Schön, dass es Euch in den letzten Jahren in Fürth (Franken nicht Bayern) immer gefallen hat!
Auch etliche von uns, die schon seit 2000 zu den Spielen unserer Spielvereinigung Greuther Fürth nach Berlin in die Wuhlheide kommen, haben bei Euch schon nette Stunden in angenehmer Atmosphäre verbracht. So ist uns z.B. der 28.03.2002 mit der speziellen Uraufführung der neue Hymne von Euch in guter Erinnerung. Unabhängig von Spielausgang konnten wir immer ohne Probleme das Stadion verlassen und mit Euch freundlich plaudern. Ein „gute Heimfahrt“ trotz nicht optimalen Ergebnissen aus Eurer Sicht, hörten wir immer mehrfach!!!
In diesem Sinne auf eine weitere gute „Fanfreundschaft“ und ein baldiges Treffen unter uns Fans!
Frohe Ostertage wünschen Euch allen
die Fürther Fangruppierungen „Cinna“, „Di Färdder“, „Anhänger der SpVgg Greuther Fürth“, „Internet Fanclub Fürth“, „Kleeblatt Familys“, „Kleeblatt-Fans Zirndorf e.V“,„Kleeblatt-Mädels“ und „Stammtisch Kleeblatt 1903“.
mit weißgrünen Grüßen
Geantwortet habe ich auch, und zwar:Quote from SigDisplay MoreHallo Klaus und alle, die den Brief unterzeichnet haben,
besten Dank für das tolle Feedback. In der Tat schätzen wir es sehr,
wenn es so entspannt zugeht wie in den letzten Jahren bei Euch. Wir
wünschen uns, dass das so bleibt, und natürlich soll es auch umgekehrt
so sein.Ich werde Euren Brief gern im Union-Fanforum und natürlich unter uns
"Viren" verbreiten.Frohe Ostern
Sig
P.S.: Übrigens wissen wir sehr gut, dass Franken und Bayern nicht
dasselbe ist.