Ziemlich ruhig nach der DFL-PK

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    • Leider für mich eine Alibiveranstaltung nix konkretes.

      Wenn man auf die Zusammenstellung betrachtet Kopfschütteln , diese Herrschaften sollen die Zukunft entwickeln des deutschen Fußball gute Nacht ( Cem Özdemir, Bundestagsabgeordneter der Grünen, der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sowie die Sportdirektoren Max Eberl (Borussia Mönchengladbach), Fredi Bobic (Eintracht Frankfurt) und Oliver Bierhoff (DFB). )

      Einbeziehung der Fans nix
      Nachwuchsarbeit nix
      wie den deutschen Fußball voranbringen nix
      Spielerberater können schalten und walten
      Verteilung der der Fernsehgelder nix

      Nach 3 Monaten Arbeit solch einen Abschlußbericht vorzulegen mit nix konkretem oder gar Problemlösungsvorschläge für mich eine sinnlose Labbertaskforce.

      Was gab es dazu :

      2.650 Fan-Organisationen haben mittlerweile die Erklärung der Initiative "Unser Fußball - basisnah, nachhaltig, zeitgemäß" unterschrieben, in der unter anderem eine gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder, die Einführung eines nationalen Financial Fairplays und die eindeutige Begrenzung von Investoreneinflüssen gefordert wird. Gerade werden dazu konkrete Reform-Maßnahmen ausgearbeitet.
    • opi wrote:

      Leider für mich eine Alibiveranstaltung nix konkretes.


      Einbeziehung der Fans nix
      Naja, das stimmt nur bedingt, Opi.
      In der Gruppe waren auch die Vertreter der Fanintiative, die das von dir angesprochene ausgearbeitet haben.
      Manuel Gaber (Fan-Arbeitsgruppe „Zukunft Profifußball“)
      Anna-Maria Hass (Fan-Arbeitsgruppe „Zukunft Profifußball“)
      sowie weiter Fan-Vertreter
      Helen Breit (AG Fankulturen)
      Christian Schmidt (AG Fankulturen)
      Ramona Steding (AG Fankulturen)

      Und Luthe ist Spielervertreter. Also kein Fanvertreter.
    • Ja, richtig, die genannten Fanvertreter waren dabei. Eigentlich hatte ich die Zusammensetzung mit vielen eben nicht verbandsnahen Leuten als bewusste Distanz zum Tagesgeschäft verstanden, um nicht zu viel hinderliche Rücksicht auf alte Strukturen und Privilegien nehmen zu müssen. Das ist offenbar in keiner Weise aufgegangen. In der Gruppe waren Vertreter unterschiedlichster Interessen (und dabei eine relativ große Zahl aus dem Vermarktungssegment), und offenbar konnten sie sich auf überhaupt nichts einigen. Außerdem hat man wohl "vergessen", die Taskforce mit irgendwelchen Befugnissen auszustatten, wie es ihre militärische Bezeichnung eigentlich nahelegen würde. Also ein zahnloser Tiger, der nicht weiß, wohin er will. Aber schön, mal drüber geredet zu haben. ;(

      Ergebnis ist nun ein Papier mit einigen wunderschönen Zielen, die allen gefallen. Was will man gegen Nachhaltigkeit und Diskriminierungsfreiheit sagen.

      Opi hat völlig Recht, das Papier von "Zukunft Profifußball" hat eine ganz andere, tausendmal bessere Qualität. Nur haben die entscheidenden Leute kein Interesse. Für Christian Seifert ist die Taskforce ein toller Erfolg, eine tolle Weichenstellung. Klar: Geht alles so weiter wie unter seiner Führung geprägt.

      Ja, Andreas Luthe war da als Spielervertreter. Ich weiß nicht, ob es eine so gute Idee ist, ihm einen Fragenkatalog vorzulegen. Seine Aufgabe war es ja nur, die Interessen der Profis zu vertreten. Interessanter fände ich, wenn man ihn auf ein Gespräch einladen könnte, um ein paar Eindrücke zu erfahren über die Arbeitsweise und die Interessenkollisionen in dem Gremium. Aber so eine Veranstaltung ist ja praktisch nicht möglich zurzeit.

      Am Donnerstag macht "Unsere Kurve" eine Videokonferenz, wo sie über die Mitarbeit in der Taskforce sprechen wollen. Ich bemühe mich gerade um eine Einladung. Wenn ich dabei sein kann, schreibe ich hier gern noch paar Zeilen (nur wenn sich's lohnt).

      Darüber hinaus darf ich auf die Pressemitteilung von ProFans verweisen. Überschrift: "Bündnis ProFans zum Ergebnisbericht der 'Taskforce' Zukunft Profifußball: Nein, wir sind nicht enttäuscht, denn wir haben nichts anderes erwartet".
    • Andreas Luthe war da als Spielervertreter. Ich weiß nicht, ob es eine so gute Idee ist, ihm einen Fragenkatalog vorzulegen. Seine Aufgabe war es ja nur, die Interessen der Profis zu vertreten. Interessanter fände ich, wenn man ihn auf ein Gespräch einladen könnte, um ein paar Eindrücke zu erfahren über die Arbeitsweise und die Interessenkollisionen in dem Gremium. -
      -- > ich finde die Idee gut. Auch vom Wirtschaftsrat wurde Interesse an so einer Diskussionsrunde bekundet
      Das könnte dann spannend werden
    • Gestern gab es nun die Videokonferenz von Zukunft Profifußball, in der die Arbeit mit den anderen Vertretern in den einzelnen Teilbereichen erklärt sowie die Findung zur DFL-Erklärung aufgezeigt wurde.
      Neben mir waren Sig, Bea, Tinko und Matscho (Seitens Union) dabei. Diese habe ich jedenfalls gesehen. Vielleicht war ja noch jemand dabei.
      Zusammenfassung aus meiner Sicht. Sig kann mich bitte gern verbessern, wenn er einen anderen Eindruck hatte.
      Grundsätzlich wurde gesagt, dass man die vorangegangenen Gesprächsrunden als sehr kontruktiv fand und die Beteilligten seitens der Fans im Gegensatz zu den anderen Vertretern zu jedem Thema sehr gut vorbereitet waren und mitreden konnten und die Vorstellungen der Fans einbringen konnten.
      Trotz scheinbar offener Ohren im Gespräch wurde bereits bei der Protokollierung der einzelnen Treffen festgstellt, dass es Einflußnahme seitens der eingestezten "Moderatoren" gab.
      Letztlich wurden im Ergebnisbericht jedoch nur "ungefährliche" Absichtserklärungen aufgenommen, die auch einige der Invoilvierten Fans bereits kritisch sahen.
      Grundsätzlich wurde jedoch in der gestrigen Konferenz versucht ein positives Fazit zu ziehen.

      Nun mein persönlicher Eindruck zu gestern:
      Jörn und Sig (beide proFans) haben die Stimmungslage die ich uneingeschränkt teile gut gespiegelt. Dem konnte ich an dieser Stelle wenig hinzufügen.
      So wurde von einer weiteren nichtsbringenden Laberrunde gesprochen, die als Feigenblatt für einen Fandialog dienen soll. Bezugnehmend auf die spätere PK der DFL wurde sogar mehrfach das Sinnbild des nackten Arsches im Gesicht verwendet.
      Ebenso wurde die Frage nach der Sinnhaftigkeit von weiteren Gesprächen auf diesem Niveau gefragt.
      Leider habe ich den Eindruck gewonnen, dass man seitens der Moderatoren nicht Willens ist zu erkennen, dass man mal wieder und wie auch in den 15/20 Jahren zuvor einfach verarscht worden ist.
      Es ist ja bekanntlich das Recht der Jugend (in diesem Fall vieler neuer Leute die bundesweit Faninteressen vertreten wollen) eigene Fehler zu machen und daruas zu lernen. Doch hin und wieder ist es aber auch wichtig den Rat oder Vorschlag der "Alten" anzunehmen, die sich schon viele Jahre damit auskennen.
      Das war hier - so mein Eindruck - zu keiner Zeit der Fall. Im Gegenteil. In mir wurde der Eindruck erweckt, dass man sich an den kleinsten Halm klammerte, um das Ganze irgendwie doch als kleinen Erfolg zu sehen.
      So bezog man sich zum Beispiel auf die Einrichtung des Fan-Club-Dialogs und ihn in die Lizensierungsbestimmungen aufzunehmen.
      Meines Wissens ist das aber bereits im Jahr 2018/2019 entstanden und wird auch seither für die Lizensierung abgefragt. Aber ich kann mich ja täuschen...

      Ganz wichtig ist zu betonen, dass alle Anwesenden die Arbeit der Arbeitsgruppen unheimlich schätzten und diese eine ausgezeichnete Basisarbeit geleistet haben!

      Mein gesamtes Fazit dazu:
      Meine bereits im Vorfeld geäußerten Bedenken haben sich leider in vollem Umfang bestätigt. Ich hätte es mir gern anders gewünscht.
      Solange man nicht auf Augenhöhe diskutiert, gute Denkanstösse wegstreicht oder unbeachtet lässt und im Nachgang sogenannte Ergebnisprotokolle veröffentlicht, die keine sind. Solange wird sich nichts ändern.
      Weiterhin hätte ich mir sehr gewünscht, dass man darauf besteht ein solches Papier nicht mitzutragen und eine eigene Erklärung veröffentlicht warum man dies nicht tun konnte. Das hätte in meinen Augen auch mehr Aktzeptanz unter den Fans zu dieser Initiative geschaffen. Warum die Beteilligten dies nicht getan haben und welche Motivation dahinter stand bleibt mir verborgen und läßt Raum für eigene Interpretation.
      Tut mir leid, aber mit Schönreden hat noch niemand Veränderung bewirkt. Lieber mal klare Kante zeigen hätte hier mehr gebracht. Zumal die viele wirtklich gute Arbeit nun auch an Wert verloren hat.
      Meine Ansicht dazu.

      Mein weiteres Fazit im Grundsatz:
      Veränderung kann nur durch die Arbeit in den Vereinen stattfinden. Erst dann wird sich zwangsläufig auch etwas in den Arbeitsweisen der Verbände verändern. Das ist natürlich ungleich schwerer und erzeugt nicht die schönsten Bilder. Aber anders geht es nunmal nicht.